3 Gründe, warum fit sein mehr Freiheiten bietet

Die meisten Leute denken, wenn man ein Sixpack hat könnte man das Leben garnicht mehr genießen ("Das wäre nichts für mich, dann sieht man ja gleich jedes Stück Kuchen").

Doch tatsächlich ist das Gegenteil der Fall. Je nach Startpunkt mag der Weg zu einem durchtrainierten Körper vielleicht Arbeit sein und Einiges an Fokus erfordern, doch je fitter man wird, desto mehr Freiheiten hat man (in der Liga der Profisportler/-Bodybuilder sieht wes natürlich nochmal anders aus, doch das ist für die wenigsten relevant).

Letztes Jahr war ich in Paris und habe 4 Tage lang im wesentlichen von Croissants und Rotwein gelebt und dabei Körperfett verloren: Ich habe trotz ausschweifendem Lebensstil weniger Kalorien zu mir genommen als mein Körper verbraucht hat (das geht natürlich nur über einen kurzen Zeitraum gut, sonst würde sich die Form durch den Mangel an Protein und Nährstoffen schon verschlechtern).

Die Angst, mit steigendem Fitnesslevel seine Freiheiten aufzugeben und zum Tupperdosenfreak werden zu müssen ist also völlig unbegründet. Das Gegenteil ist der Fall: Je besser man in Form ist desto besser verkraftet der Körper die gelegentlichen Ernährungssünden

1. Mehr Muskelmasse - höherer Grundumsatz

Grundumsatz meint die Kalorienzahl, die Dein Körper jeden Tag verbraucht, um einfach nur zu existieren, unabhängig von Deinem Aktivitätslevel. Jedes zusätzliche Gramm (oder Kilo ;)) Muskelmasse verbrennt Kalorien - und zwar auch beim Nichtstun. Je mehr Muskelmasse Du hast, desto mehr Kalorien kannst Du also zu Dir nehmen, bevor irgendwas davon als Fett gespeichert wird. Das ist auch einer der Gründe, warum Krafttraining für den Verlust von Körperfett besser geeignet ist als Cardio-Workouts.

Selbst wenn Du im Urlaub nur faul in der Sonne liegst und Eis isst: Mit 5kg mehr Muskelmasse richtet das deutlich weniger Schaden an.

Das ist übrigens auch der Grund, warum das Körpergewicht nicht der entscheidende Indikator ist wenn es um Deinen Fortschritt geht, denn Deine neugewonnene Muskelmasse wiegt ja auch etwas. (Siehe dazu auch "3 Gründe, warum die Waage ein schlechter Ratgeber ist")

2. Weniger Körperfett - bessere Insulinsensitivität

Ein geringerer Körperfettanteil bringt eine bessere Insulinsensitivität mit sich. Das bedeutet vereinfacht, Dein Körper braucht weniger Insulin für bestimmte Vorgänge, weil er sensibler darauf reagiert. Das Gegenteil davon ist Insulinresistenz: Hierbei braucht Dein Körper mehr Insulin für die gleichen Vorgänge, was zu einem länger anhaltendem, höheren Insulinanstieg führt. Unter diesen Umständen speichert der Körper eher Fett (neben einigen anderen gesundheitlichen Nachteilen).

Das bedeutet, je weniger Körperfett Du hast, desto besser kann Dein Körper auch die gelegentliche Zuckerbombe handhaben.

3. Bessere Optik - schneller reagieren

Unabhängig von der momentanen Form haben fast Alle mal Phasen, in denen sie sich schlechter ernähren, weniger bewegen und mehr Stress haben. Die Auswirkungen werden uns aber meistens erst im Nachhinein beim Blick in den Spiegel klar, wenn der Schaden schon angerichtet ist: Auf einmal ist da ein größeres Polster... Doch wenn Du sowieso 10kg zuviel drauf hast, werden 2-3kg mehr nicht so stark auffallen (insbesondere, wenn Du gleichzeitig dank Inaktivität Muskulatur verlierst und sich Dein Gesamtgewicht kaum verändert). Erst wenn Du vielleicht 5kg extra hast, merkst Du, dass etwas schief läuft.

Wenn Du normalerweise einen flachen Bauch hast, wirst Du die 2-3kg ziemlich sicher wahrnehmen. Wenn Du ein Sixpack hast wird Dir wahrscheinlich schon 1kg zusätzlich auffallen.

Dementsprechend merkst Du früher, wenn etwas schief läuft und kannst schneller reagieren.

Fit werden und genießen

Natürlich muss mal als Profisportler oder Wettkampf-Bodybuilder extrem auf seine Ernährung achten, doch diese Liga ist für die wenigsten Leute relevant.

Das soll kein Freifahrtsschein für alle fitten Leute sein, ab sofort ihre gesunde Ernährung über Bord zu werfen, sondern eher eine Motivation für diejenigen, die gerade auf dem Weg sind und sich fragen, ob es sich lohnt.

Denn: Ja! Es gibt Kuchen am Ende des Tunnels ;)

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